Alte Bäume versetzt man nicht Jubiläumsreise

Der Frauenbund Dietwil darf im nächsten Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiern, darum hat der Vorstand im hundertsten Vereinsjahr zur Jubiläumsreise geladen – ein Tag voller bäumiger Überraschungen erwartete die Reiselustigen. Bei strahlendem Sonnenschein bestiegen gut 20 Frauen schon um 8.00 Uhr den Car. Nach einer herzlichen Begrüssung und Infos zum ersten Stopp genossen alle die Fahrt durch die ländliche Gegend. Auch der aufkommende Nebel und das gesichtete Nebelmeer mochten die tolle Stimmung nicht trüben.

Alte Bäume versetzt man eben doch!

Mitten in der Gewerbezone von Rapperswil stoppte der Car. Was? Genau hier soll uns die erste bäumige Überraschung erwarten? Doch kaum betrat der erste Fuss das Grundstück des Baummuseum Enea, fand man sich in einer faszinierenden Naturwelt und ein Raunen ging durch die Gruppe.

Enzo Enea hat mit dem Baummuseum Enea in Rapperswil-Jona ein Meisterwerk geschaffen. In offenen Räumen im Freien wird dem Baum die Wertschätzung entgegengebracht, indem sie ihn als raumbildendes Objekt einsetzen. Gestärkt mit Kaffee und Gipfeli auf der sonnendurchfluteten Terrasse wollten wir mehr von dem harmonisch gestalteten Garten sehen und wissen. Igor unsere Führungsperson ist Landschaftsarchitekt beim Grossunternehmen Enea und einer von 200 Mitarbeiter. Er erzählte uns sehr charmant und leidenschaftlich von seiner Arbeit. Faszinierend, wie Igor uns mit anderen Augen Einzelheiten der Bäume betrachten lies, witzig seine Anekdoten und Geschichten, wie Beispielsweise auf der ganzen Welt nach aussergewöhnlichen Bäumen gesucht wird oder einzelne Bäume in letzter Sekunde gerettet wurden. Also gut – alte Bäume versetzt man manchmal eben doch.

Paul unser Chauffeur fuhr uns nach diesem stimmigen Morgen über den Damm zurück nach Pfäffikon, wo wir im Restaurant Schiff unser Mittagessen genossen. Laut war es in unserem Stübli, die Frauen hatten einander viel zu erzählen. Auch wurde aufgelöst, welche Frauen auf dem Vereinsausflug-Foto von 1953 abgebildet sind – dieses Foto wurde für die Einladung verwendet. Herzlichen Dank Josy Schmid für die tolle Recherche!

Der Apfel fällt nicht weit vom (Goldapfel)-Stamm

Goldapfel heisst die älteste Spezialitätenbäckerei in Einsiedeln – und dorthin führte uns der nächste Halt. In beachtlicher 10. Generation stellt sie noch heute das Wallfahrtsgebäck Schafbock nach Originalrezept her, nur eines von vielen Spezialitäten. Im angrenzenden Lebkuchenmuseum Goldapfel tauchten wir schnell in die Welt vor 100 Jahren ein –  wie passend – in jene Zeit, in welcher ein paar mutige Frauen aus unserem Dorf den Frauenbund Dietwil gegründet haben. Das kleine Museum birgt eine eindrückliche Sammlung an alten handbetriebenen Maschinen und Motiven, welche liebevoll präsentiert werden um zu zeigen, wo die Herstellung der Süssspeisen ihren Ursprung hat.

Sind wir alle aus dem gleichen Holz geschnitzt?

Zum Abschluss versammelten wir uns zu Kaffee und einem leckeren Stück Torte. Der gesellige Tag mit wunderbaren Frauen neigte sich mit der Rückfahrt nach Dietwil bereits dem Ende entgegen. Sicher sind wir alle aus dem gleichen Holz geschnitzt – denn es wurde so viel gelacht, tolle Gespräche geführt und geschaut, dass es der heute zugeteilten Wichtelperson gut geht. Gerade in der aktuellen Zeit tat es unglaublich gut einen lustigen und unbeschwerten Tag zu geniessen. Die Jubiläumsreise werden wir in bester Erinnerung behalten – herzlichen Dank Christina Diebold für die tolle Organisation!

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