Tipibau – ein Kinderanlass vom Frauenbund Dietwil

Ausnahmsweise wurde das imposante Löwendenkmal in Luzern bloss mit einem scheuen Blick gewürdigt, waren doch alle so gespannt darauf, was Jürg Egli in seinem Atelier für Tipibau zeigen würde. Direkt neben dem Gletschergarten hat er sich eingerichtet. Nach der herzlichen Begrüssung wurden wir bereits im Vorraum in die Geheimnisse der Acrylfarben eingeführt. In seinem lichtdurchfluteten Atelier erklärte er uns die einzelnen, zeitintensiven Arbeitsschritte zur Fertigung eines Tipi-Zeltes. Stolz präsentierte er die vielen Vorlagen von Bär, Luchs oder Wildschwein für die Bemalung – Inspiration in der Tierwelt holt er sich mit Bleistift und Papier ausgestattet im Tierpark Goldau. Der grosszügige Raum wird beim Auslegen der riesigen Stoffbahnen vollumfänglich genutzt. Mit der gewaltigen Industrie-Nähmaschine werden dann die zugeschnittenen Stoffteile zusammengenäht.

Nach dem theoretischen Teil wollten wir echte Tipi-Zeltluft schnuppern. Dies musste verdient werden; Jürgs Garten liegt hoch über Luzern hinter der Hexentreppe mit ihren über 200 Stufen! Im wunderschönen Garten stand sein beeindruckendes Tipi-Zelt, in welchem wir alle (19 Personen) gut Platz fanden. Jürgs Frau Regula hatte bereits Feuer entfacht und Tee gekocht. In dieser gemütlichen Runde – bei Zvieri und Tee – erklärte uns Jürg, wie ein so grosses Tipi-Zelt überhaupt aufgebaut wird.

Seine grosse Leidenschaft für Tipi-Zelte spürte man bei Jürgs Erzählungen deutlich und faszinierte alle. Jedes seiner selbstgebauten Tipizelte wird in bis zu 50 Stunden liebevoller Arbeit gefertigt. Mit einem Schmunzeln im Gesicht verrät er, dass keines wirklich kostendeckend verkauft wird. Aber die Freude an einem schön gefertigten, selbst hergestellten Tipi-Zelt ist unbezahlbar.

Ein riesiges Dankeschön an Jürg und Regula Egli-Schifferli, welche uns diesen spannenden, einmaligen Einblick ermöglicht haben, sowie an Elsi Wepf, welche für den Frauenbund Dietwil diesen speziellen Kinderanlass organisiert hat.

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